Erinnerungen an meine Kindergartenzeit

Liebe Studierende, lieber Studierender,

eine meiner frühesten Erinnerungen ist die an meine Kindergärtnerin Heike, so wurde der Beruf der Erzieherin/des Erziehers damals noch genannt. Ich wohnte auf dem Land und die Betreuungszeiten waren von 8 bis 12 Uhr und dann, wenn man wollte, wieder von 14 bis 16 Uhr. Mittagessen gab es keines, aber jeden Morgen musste ein Glas Milch getrunken werden, was ich fürchterlich fand. Meine Kreativität mich davor zu drücken - ich hasse Milch - uferte etwas aus, als ich mir eine Perle in meine Nase steckte, ziemlich weit nach oben, um lieber vom Notarzt untersucht zu werden, als die Milch zu trinken. Aber Heike war großartig. Sie erkannte meinen Horror vor der Milch und sorgte für ein Ersatzgetränk, was mich vor noch waghalsigeren Einfällen rettete und ihr meine kindliche Liebe für immer sicherte.

Was ich damit sagen will ist, dass der von Ihnen gewählte Beruf eine großartige Wahl ist! Sie werden Trostspender*in, Forschungsgruppenleiter*in, Streitschlichter*in, Vorleser*in, Sachensucher*in, Hilfestellungsleiter*in, Selbstbewussteinsförder*in, Mutmacher*in und natürlich Vordemglasmilchretter*in und neben all dem bilden und erziehen Sie auch noch!

All die Kompetenzen, die Sie dafür brauchen, vermitteln wir, die Kolleginnen und Kollegen der Fachakademie für Sozialpädagogik München Giesing, Ihnen, mit unserer ganzen Kraft. Ehrenwort!

Wir heißen Sie bei uns ganz herzlich Willkommen und wünschen Ihnen eine überaus erfolgreiche Ausbildung in Ihrem jeweiligen Ausbildungsgang.

Mit besten Grüßen
Corinna Schwabe (komm. Schulleitung)

P.S.: Die Perle wurde mit Niespulver entfernt - eher herausgeschossen,
der Notarzt war der Hit im Kindergarten und die Perlenschachtel für einige Wochen versteckt, weil meine Idee bei weiteren Kindern sehr viel Anklang fand!